Wozu das Geschäft im Profifußball imstande ist, musste nun auch Ralph Hasenhüttl bei seiner Trainerstation in Leipzig erfahren: Trotz zweier unglaublich erfolgreicher Jahre des zuvor gerade in die Beletage des deutschen Fußballs aufgestiegenen Klubs Rasenballsport verlängerte dieser den Vertrag mit dem 50-Jährigen nicht über die Spielzeit 2018/19 hinaus.

Noch im Winter war dies jedoch das ausschlaggebende Kriterium für eine weitere Zusammenarbeit, so Sportdirektor Ralf Rangnick und Hasenhüttl im Februar unisono. „Eines ist klar, und da sind wir uns auch absolut einig: Wünschenswert wäre es, bis zur neuen Saison Klarheit zu haben“, hatte Rangnick damals erklärt.

Bekenntnisse des Vereins verflüchtigten sich im Frühjahr

Offenkundig ist seither einiges in den Köpfen der Vereinsbosse passiert. Ein sechster Platz und die direkte Qualifikation für die Euroleague 2018/19 mit einer blutjungen und hochtalentierten Mannschaft war ihnen offenbar zu wenig, um Hasenhüttl das Vertrauen über die nächste Saison hinaus zu schenken. Ganz zu schweigen vom zweiten Platz in der Premierensaison im Oberhaus für RB (2016/17) sowie der Viertelfinalteilnahme in der ausklingenden Euroleague-Saison.

Besonders bitter für den Österreicher Hasenhüttl: Noch im Dezember hatte Rangnick eine Verlängerung des Vertrages an ihn herangetragen. Zu dieser Zeit hatte der Trainer jedoch um eine Bedenkzeit gebeten, da auch für ihn eine derartige Situation inklusive der Mehrfachbelastung für das junge Team wie für ihn selbst Neuland gewesen war.

Als sich wenige Wochen später Hasenhüttl mit dem Bekenntnis an die Vereinsführung wandte, sich längerfristig in Leipzig niederlassen zu wollen, stellten sich indes Geschäftsführer Oliver Mintzlaff und Ralf Rangnick quer.

Erfolg schien nicht genug zu sein

Am Mittwoch nun kam die Gewissheit: Ohne eine vorzeitige Vertragsverlängerung über die kommende Spielzeit hinaus werden weder der Verein noch Hasenhüttl gemeinsam in dieselbe gehen. Zu diesem Resultat führten schließlich zwei Gespräche zwischen den drei Protagonisten. Beide Parteien seien sich zumindest darüber im Klaren gewesen, das gemeinsame Projekt RB Leipzig auf der Stelle zu beenden. Eine offizielle Bestätigung seitens des Vereins soll noch am gleichen Tag folgen.

Neben den tabellarischen Erfolgen der vergangenen beiden Spieljahre hatte Hasenhüttl unter anderen Spieler wie Diego Demme und nicht zuletzt die aktuelle Nummer eins im deutschen Sturm, Timo Werner, an den DFB-Kader um Trainer Joachim Löw geführt.

Fährt Neuer zur WM? [VIDEO]

Die besten Spieler der Bundesliga-Saison [VIDEO]

#seitenwechsel #hintertorkamerad