Das dürfte auch einige Fußball-Kreisoberligisten interessieren: Steigt der FSV 06 Kölleda nun aus der Fußball-Landesklasse ab oder nicht? Wäre dies nicht der Fall, würde es auch nur zwei sportliche Absteiger aus der Kreisoberliga Erfurt-Sömmerda geben, ansonsten drei.

Eine Art klassisches Endspiel diesbezüglich steht am Mittwochabend um 18 Uhr in Kölleda an. Dann trifft der aktuell auf dem vorletzten Rang platzierte Hausherr auf den avisierten Nicht-Abstiegsplatz-Besitzer, den VfB Artern. Der befindet sich derzeit drei Punkte entfernt und erscheint dabei als tabellarischer Gegner Nummer 1 um das rettende Ufer in Sachen Klassenerhalt.

„Keinerlei Ausreden!“

Folglich weiß Kölleda-Coach Matthias Friedrich: „In diesem Spiel gibt es keinerlei Ausreden. Jeder weiß, worum es geht. Und wenn wir das Spiel in der Nachspielzeit gewinnen: Hauptsache, wir gewinnen es letztlich!“

Die sportliche Tendenz spricht dabei keinesfalls gegen die Kölledaer. Am 1. Mai etwa gewann das Team beim Kreiskonkurrenten FSV Sömmerda mit 2:1. „Okay, das war ein etwas glücklicher Erfolg, weil wir zur Pause auch mit 1:4 hätten hinten liegen können. Aber dieses Glück braucht man zwischendurch auch mal“, so Friedrich. Zuvor hatte es beim 1:3 gegen den FC Erfurt Nord [VIDEO] noch gefehlt. Und mit ziemlich viel davon wäre gar beim jüngsten 1:4 in Sondershausen (1.) etwas Zählbares drin gewesen.

„Natürlich hatte der Spitzenreiter mehr vom Spiel. Doch nachdem wir das Tor zum 1:3 gemacht hatten, kratzte der Sondershäuser Torwart einen Versuch von Mate Varga aus dem Winkel.

Und danach schoss Mate einen Freistoß an die Latte. Also: Mit viel Glück spielst du da auf einmal 3:3“, so Friedrich. Und gemessen an acht fehlenden Akteuren in den Reihen Kölledas wäre das sicher eine große Überraschung gewesen.

Personell entschärft sich die Lage für Kölleda

Beim nun anstehenden Gipfel im Abstiegskampf gegen Artern sind definitiv Tibor Ladanyi (Heimaturlaub) und der noch für ein Spiel gesperrte Abdu Chebli nicht mit von der Partie. Der Einsatz des angeschlagenen Torjägers Jozsef Patalenszki steht noch auf der Kippe. „Aber mit dem tollen Einsatz der letzten Wochen – wie zuletzt in Sondershausen trotz vieler fehlender Stützen – haben wir es in der eigenen Hand, den Rückstand auf Artern aufzuholen. Dann würden wir nur noch in der Tordifferenz hinten liegen“, sagt Matthias Friedrich.

Kölleda ringt Leinefelde nieder

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