Argentinien und sein Heilsbringer Messi

Die Wartezeit Argentiniens auf den nächsten Weltmeisterschaftstitel beträgt bereits etwa 32 Jahre. Obwohl mal zwei Mal ins Finale kam, verlor man beide Male gegen Deutschland, wobei 2014 besonders in Erinnerung geblieben ist. Doch es ist nicht nur die Nation, die wartet, sondern auch ihr Superstar Lionel Messi [VIDEO]. Mit dem FC Barcelona hat er sämtliche Titel auf Klub-Ebene abgeräumt. Es sind lediglich die internationalen Titel, die auf seiner Visitenkarte (noch) fehlen.

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Und langsam läuft ihm die Zeit ab, denn mit 30 Jahren befindet er sich schon auf dem Zenit seiner Schaffenskraft.

2014 und 2015 schon mal gescheitert

Dass die ''Gauchos'' in den vergangenen Jahren dazu tendieren, im Finale nicht gewinnen zu können, wurde 2014 im WM-Finale gegen Deutschland sowie 2015 & 2016 im Finale der Copa America gegen Chile klar.

Besonders die schmerzhafte Niederlage im Elfmeterschießen 2016 gegen die Chilenen verleitete Messi sogar dazu, kurzfristig zurückzutreten. Allerdings kehrte der Weltfußballer wenige Monate später zurück und brachte die in der Qualifikation angeschlagenen Argentinier faktisch im Alleingang zur WM.

Nur Weltklasse-Offensive

Auf der Mission zum Titel in Russland stehen nicht nur die anderen namhaften Nationen im Weg, sondern auch die eigene Schwäche. Während man im Angriff exzellent mit Ausnahmekönnern wie Dybala, Higuain, Agüero und Messi besetzt ist, macht sich in den anderen Mannschaftsteilen die vergleichsweise durchschnittliche Qualität bemerkbar. So hat man mit Otamendi und Mascherano hinten nur zwei Spieler von hohem Niveau. Zudem tendieren Dybala und Messi dazu, sich gegenseitig auf den Füßen zu stehen.

Wenn Trainer Sampaoli es nicht schafft, Balance in das Spiel zu bekommen, dürfte sich das Ziel des Titelgewinns als schwierig erweisen. Auch die Abhängigkeit von Messi ist nahezu grotesk, wie die heftige 1:6-Niederlage im Testspiel gegen Spanien mit Messi auf der Tribüne bewies.

Messi kokettiert mit Rücktritt-Gedanken

Während der Vorbereitung der Argentinier auf dem Klubgelände des FC Barcelona sorgten währenddessen andere Meldungen für Schlagzeilen. Weltfußballer Messi lässt seine Zukunft nach der WM wieder einmal offen und schließt einen erneuten Abschied nicht aus. Er sprach dabei die Rolle der heimischen Medien an, die das Team nach den drei Final-Niederlagen schwer getroffen hätten. Des weiteren nannte er Spanien, Deutschland, Brasilien, Frankreich und Belgien als Favoriten, wobei er anmerkte, dass den Deutschen ein wirklicher Superstar fehle.