Belgien ein Titelanwärter

In den vergangenen fünf Jahren begann in der belgischen Nationalmannschaft ein Prozess, welcher besonders jetzt langsam anfängt, Früchte zu tragen. Die Rede ist von der Entwicklung verheißungsvoller Talente, die letztlich den Durchbruch zu etablierten Weltstars schaffen würden. Dabei ist es nicht bei einigen wenigen geblieben, sondern es lässt sich mittlerweile eine ganze Elf an Spielern mit ernstzunehmenden Fähigkeiten aufstellen. Bei der WM 2014 in Brasilien und der Euro 2016 in Frankreich schafften es die ''Roten Teufel'' jeweils bis ins Viertelfinale.

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Dementsprechend ist es absehbar, dass die Reise diesen Sommer in Russland auch weiter führen kann.

Starke Spieler in allen Bereichen

Wenn Cheftrainer Roberto Martinez einen Mittelfeldmotor wie Radja Nainggolan (AS Rom) zu Hause lassen kann, lässt sich schon erahnen, welch ein Konkurrenzkampf sich bei den Belgiern abspielen muss.

Sämtliche namhaften Spieler, die heute auf dem Tableau zu finden sind, wurden in Europas Top-Ligen gestählt und besitzen äußerst wertvolle Champions League-Erfahrung von Topklubs auf höchstem Niveau. Absolute Stars der Mannschaft sind Thibaut Courtois (Chelsea FC) im Tor, der wohl derzeit beste Mittelfeldstratege Europas, Kevin de Bruyne (ManCity), Tempodribbler Eden Hazard (Chelsea FC) und Sturm-Hoffnung Romelu Lukaku. Auch in der Abwehr hat man verlässliche Recken wie Toby Alderweireld (Tottenham Hotspurs) oder Thomas Vermaelen zur Verfügung. Nicht zu vergessen ist auch Dries Mertens (SSC Neapel).

Zweiter Anzug ebenfalls vielversprechend

Entscheidend für einen möglichen Gewinn des WM-Titels ist wie bei jedem großen Turnier die Bank. Wenn man sich Belgiens Zweitbesetzung anschaut, ist ein Qualitätsunterschied nicht wirklich herauszustellen.

Koen Casteels (VFL Wolfsburg) ist womöglich nach Marc-André ter Stegen die beste Nummer Zwei im Turnier. Auch Vincent Kompany (ManCity), Thorgan Hazard [VIDEO] (M'Gladbach) oder Michy Batshuayi (BVB) haben durchweg Chancen, im Turnier groß aufzuspielen.

Gute Testspielergebnisse

Aufgrund der enormen Qualität und der neuartigen mannschaftlichen Geschlossenheit nach dem Ausscheiden von Marc Wilmots zählt Belgien längst nicht mehr zu den Geheimfavoriten, sondern befindet sich mindestens auf Augenhöhe mit den Topfavoriten [VIDEO] Brasilien, Spanien, Frankreich, Deutschland und Argentinien. Jedoch fällt auf, dass man sich in den vergangenen Kontinental-Turnieren gegen vermeintlich schwächere Gegner häufig schwer getan hat. Falls man die Form aus der souveränen Qualifikation mit 43 erzielten Toren (Topwert mit Deutschland) und der Serie von 18 ungeschlagenen Pflichtspielen in Folge halten kann, gibt es aber keinen ernsthaften Grund, an Belgiens Rolle in Russland zu zweifeln.