Die Hierarchie in der Nationalmannschaft schien klar vor der Fußball-Weltmeisterschaft. Die Weltmeister von 2014 schienen das Sagen zu haben. Den Auftakt in Russland haben sich nicht nur die Fans des DFB-Teams anders vorgestellt. Auch die Spieler selber waren nach der Pleite gegen Mexiko teils überrascht ob der Stärke der Mexikaner und der eigenen Schwächen im Defensivverhalten.

Hummels in der Hierarchie weit oben

Nach dem Spiel postierte sich Mats Hummels aufgebracht vor den Kameras der Fernsehteams und stellte seine Vorderleute öffentlich an den Pranger. Man habe nach dem Spiel gegen Saudi Arabien ein paar Dinge angesprochen, wie beispielsweise "leichte Ballverluste und Absicherungen, die wir heute wieder nicht umgesetzt haben und dadurch sah die erste Halbzeit heute so aus, wie sie aussah.

[...] Ich habe intern oft angesprochen [...], es sind oft nur Jerome (Anm. Boateng) und ich hinten und so haben sie uns heute auch gnadenlos ausgekontert. Wir müssen jetzt zwei Spiele gewinnen, sonst war's das mit der WM. Ich gehe jetzt davon aus, dass wir besser spielen." Dass Hummels zu den Spielern zählt, die in der Hierarchie ganz weit oben stehen, sollte jedem klar gewesen sein. Doch wer hat in der Nationalelf noch das Sagen?

Joshua Kimmich in der Hierarchie überraschend weit oben

Nach Bundestrainer Joachim Löw (Löw entschuldigt sich für Özil und Gündogan) [VIDEO] ist natürlich Manuel Neuer als Kapitän der verlängerte Arm des Coaches (Neuers Weg zurück ins Nationalteam) [VIDEO]. Der aktuelle Mannschaftsrat besteht aus Manuel Neuer, Thomas Müller, Sami Khedira, Jerome Boateng, Toni Kroos und Mats Hummels.

Doch nach der Niederlage gegen Mexiko hat sich das Machtgefüge anscheinend etwas verschoben. Sami Khedira hat nach seiner blutleeren Vorstellung und dem entscheidenden Fehler vor dem 0:1 einiges an Ansehen in der Mannschaft einbüßen müssen. Der Block des FC Bayern München scheint durch Joshua Kimmich Zuwachs zu bekommen.

Verwunderlich ist dies jedoch schon, da Kimmich, ebenso wie Khedira, kein gutes Spiel ablieferte. Größtenteils schien er vergessen zu haben, dass er als Rechtsverteidiger andere Aufgaben hat, als sich am oder im gegnerischen Strafraum aufzuhalten. Er ließ seine Kollegen in der Verteidigung auch beim Gegentor alleine.

Es bleibt abzuwarten, ob die Veränderungen innerhalb des Manschaftsgefüges etwas gebracht haben. Das Spiel gegen Schweden muss am Samstag gewonnen werden, um eine Chance auf das Weiterkommen zu wahren.