Vor der Weltmeisterschaft in Russland waren die Erwartungen an die deutsche Mannschaft natürlich sehr hoch, gerade weil wir erst vor vier Jahren selber Weltmeister wurden. Jedoch war nach der WM klar: auch Deutschland ereilt der Fluch der Weltmeister - im neuen Jahrtausend erwischte es erst Frankreich 2002, dann Italien 2010, danach Spanien 2014 und nun schließlich Deutschland in diesem Jahr. Zur Erklärung: Alle diese Vereine wurden erst Weltmeister, bevor sie gleich in der Vorrunde der nächsten WM ausschieden. Dies hat natürlich auch drastische Auswirkungen auf die FIFA-Weltrangliste.

Aktuelle August-Rangliste

Bevor die FIFA-Rangliste in diesem Monat aktualisiert wurde, war Deutschland deutlich auf dem ersten Platz, mit über hundert Punkten Vorsprung auf Brasilien und sogar fast dreihundert Punkten vor dem letzten Europameister Portugal.

Die alte Rangliste ist noch von Anfang Juni, also vor der Weltmeisterschaft in Russland. Die August-Rangliste unterscheidet sich nun deutlich von der letzten Rangliste. Meistens ist es üblich, dass die Weltmeister den ersten Rang der Liste einnehmen - und so ist es auch aktuell. Dennoch ist es an der Spitze sehr eng. Weltmeister Frankreich führt mit 1.726 Punkten, während nur ganz knapp dahinter Belgien liegt mit 1.723 Zählern. Dahinter, auf Platz drei ist immerhin noch Brasilien anzutreffen, die jedoch unter der 1.700-Grenze bei lediglich 1.657 Punkten liegen. Die wohl größte Überraschung der WM rangiert knapp dahinter auf Platz vier - Kroatien. Die Kroaten machten mit einer phänomenalen Leistung einen riesigen Sprung von 16 Plätzen in der Rangliste.

Deutschlands Absturz

Während an der Spitze die Gewinner der WM residieren, sind die Verlierer in weite Ferne gerückt.

Die deutsche Nationalmannschaft ist vom ersten Platz deutlich vertrieben worden und befindet sich nur noch auf dem fünfzehnten Rang. Damit sind sie um 14 Plätze abgesackt und zählen zu den deutlichsten Verlierern der WM. Noch schlimmer hat es eigentlich nur Ägypten erwischt, die um ganze zwanzig Plätze von Rang 45 auf Rang 65 abgestiegen sind. Den größten Sprung nach oben hat übrigens Russland gemacht - Platz 49 ist zwar immer noch nicht die beste Platzierung, allerdings eine bemerkenswerte Steigerung von ganzen 21 Rängen. Einen kleinen Trost für Deutschland gibt es dennoch: Unsere ewigen Rivalen Niederlande und Italien, die man bei der WM in Russland gänzlich vermisst hat, befinden sich in der Weltrangliste immer noch hinter den Deutschen auf Rang 17 und 21. Es bleibt trotzdem zu hoffen, dass die deutsche Leistung bei der nächsten Europameisterschaft wieder nach oben tendiert.

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