Schon länger wird im Fall Jérôme Boateng über einen möglichen Wechsel berichtet. Es ist immer noch nicht klar, ob dieser Wechsel nun stattfinden wird oder nicht. Es kommen allerdings immer mehr Details ans Licht, die eher für einen Verbleib des Innenverteidigers sprechen. So sind bisherige Klubs, die ein Interesse an Boateng hatten, durch eine immens hohe Ablösesumme abgeschreckt worden, die der FC Bayern München anscheinend verlangt.

Trainer und Kollegen

Wenn es nach dem neuen Bayern-Coach Niko Kovac ginge, würde Boateng in der neuen Saison das Trikot der Bayern tragen. Noch am Montag, nach dem Spiel gegen Manchester United, sagte er gegenüber RTL, dass er nun drei Weltklasse-Innenverteidiger habe, mit denen er gerne weiterarbeiten würde.

Auch seine Mannschaftskollegen gehen fest von einem Verbleib des 29-Jährigen aus. Manuel Neuer beispielsweise antwortete auf die Frage nach einem Boateng-Verbleib kurz und knapp mit "ja, klar!" Auch Franck Ribéry würde sich sehr freuen, wenn Boateng im Team bleibt und fügt hinzu, dass er ihn für einen der besten Innenverteidiger der Welt halte. David Alaba stimmte dem zu und ergänzte, dass alle traurig wären, würde er wechseln.

Die Interessenten

Manchester United hatte schon lange ein Interesse am Bayern-Innenverteidiger gezeigt. Zu einer Einigung wird es aller Voraussicht nach allerdings nicht kommen. Zu groß sind die Unterschiede in der Vorstellungen der Ablösesumme. So fordern die Bayern-Bosse ganze 50 Millionen mindestens für ihr Abwehr-Juwel. ManU ist allerdings nur bereit bis zu 25 Millionen Euro für Boateng zu zahlen.

Viel Zeit für eine Entscheidung seitens der Red Devils bleibt nicht mehr. Das Transfer-Fenster in England schließt schon am Donnerstagabend. Abgesehen davon, scheint Boateng ohnehin schon eine Absage an José Mourinho ausgesprochen zu haben. Laut neuesten Medienberichten habe sich der Verteidiger am Telefon bei Mourinho für ein Interesse bedankt, habe aber gleichzeitig einen Wechsel nach England verneint.

So bleibt wohl nur noch Paris Saint-Germain im Poker um den DFB-Verteidiger übrig. Die Wechselperiode endet in Frankreich erst am 31. August. Somit bliebe für Verhandlungen noch genug Zeit. Ein Problem gäbe es allerdings noch für Paris - Da sie sich ans Financial Fairplay halten wollen, müssen sie zuerst Geld einnehmen, bevor sie welches ausgeben. So stehen die Zeichen doch eher für einen Verbleib des Innenverteidigers, auch wenn Rummenigge und Hoeneß dafür werben, ihn zu verkaufen. Sein Vertrag läuft noch bis 2021.

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