Mario Hermoso zum FC Bayern

Spätestens nach der 2:3-Niederlage im Spiel gegen den BVB am Samstag, geprägt unter anderem von haarsträubenden individuellen Fehler des einst so konstanten Mats Hummels, werden die Rufe nach neuen Personalien in der Innenverteidigung beim FCB laut. Laut Cadena Cope, einem spanischen Radiosender, scheint in den Kreis der Favoriten des Rekordmeisters ein neuer Name vorgestoßen zu sein: Mario Hermoso von Espanyol Barcelona. Ausgebildet bei Real Madrid kann der 23-jährige bereits jeweils eine vollständige Saison in der zweiten spanischen Liga bei Real Valladolid sowie 33 Spiele in der Primera División für Espanyol vorweisen.

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Sein Marktwert explodierte in den letzten zwölf Jahren auf 20 Mio. Euro. Hermoso wäre also definitiv ein Spieler, der das bringt, was den Bayern momentan an einigen Stellen fehlt: Entwicklungspotential, den Willen in die Startelf zu kommen und vor allem auch dort zu bleiben.

Das Problem an der Sache: In seinem noch laufenden Vertrag hat Hermoso eine Ausstiegsklausel von 40 Millionen Euro stehen, ein Ziehen dieser Klausel stellt immer auch ein gewisses Risiko dar. Außerdem hat sein Ausbildungsverein Real Madrid eine Rückkaufklausel in Höhe von nur 7,5 Millionen Euro – und es gibt schon seit einer Weile Gerüchte, dass man durchaus willig ist, diese zu ziehen. Es kann also sein, dass Hermoso nur eines von unzähligen Gesichtern sein wird, dass in der Personaldebatte, die beim Serienmeister der Bundesliga immer lauter wird, bleibt. Doch sicherlich schaut so mancher Münchner sehnsüchtig auf das Talent aus Spanien.

Alexis Sánchez zu PSG

Es war einer der wichtigsten Transfers der letzten Winterpause: Alexis Sánchez wechselt für gerade einmal 34 Millionen Euro von Arsenal zu Manchester United – und das bei einem Marktwert von 70 Millionen.

So richtig läuft es dort aber nicht: Der Außenstürmer traf in zwölf Spielen in der Premier League nur zwei Mal, zwischen seinen Toren lagen statistisch mehr als 1000 Minuten. Sein Marktwert stürzte auf 55 Millionen Euro ab und seine Leistung erholte sich nicht – ein mageres Tor steht bisher in zehn Spielen der Saison 18/19 zu Buche. Auch die Beziehung zu Trainer Jose Mourinho ist erschüttert; Sánchez ist mit einigen Entscheidungen des Trainers nicht einverstanden, während jener enttäuscht von den Leistungen des „Top-Transfers“ ist – und das auch auf seine Art zeigt. Doch welcher Verein könnte Sánchez einen ähnlichen Vertrag offerieren wie ManU mit immerhin 515.000 Euro pro Woche? Es kann sich natürlich nur um PSG handeln, welche dank der regelmäßigen Finanzspritzen aus dem Nahen Osten Geldprobleme nur vom Hörensagen kennen. Und tatsächlich soll schon 2017 PSG interessiert gewesen sein, habe dann aber die Priorität auf den neuen Star Kylian Mbappé gelegt. Mittlerweile scheint PSG aber wieder ernsthafteres Interesse zu haben, es bestehe sogar schon Kontakt vom Verein zu Fernando Felicevich, dem Berater des Chilenen.

Wenn Sánchez zu PSG wechselt und wieder in Form ist, hat PSG vermutlich die stärkste Offensivabteilung Europas in ihren Reihen – doch das würde auch die Gefahr von Streitigkeiten erhöhen, wenn einer aus dem Ensemble Neymar-Cavani-Mbappe-Sánchez-Draxler-Di Maria sich benachteiligt sieht.

Benjamin Pavard zu Bayern München

Kein neues Gerücht aber eines, das auch nie alt wird. Nachdem im Sommer unzählige Vereine ihre Fühler nach dem Franzosen in Diensten des VfB ausstreckten und dieser völlig überraschend in Stuttgart blieb, kristallisierte sich langfristig vor allem der FC Bayern als ernsthafter Interessent heraus. Mit dem letzten Bundesligaspieltag wurde ein Transfer wieder wahrscheinlicher. Wie bereits oben angesprochen tun die Bayern sich momentan durch alle Wettbewerbe hindurch schwer. Ganz besonders betroffen sind davon die Innenverteidiger. Deswegen muss neuer Schwung her. Und mit Benjamin Pavard wäre eigentlich ein nahezu idealer neuer Herausforderer für Hummels und Boateng da. Er ist nicht nur ein junger, hungriger Spieler, der auf Vereinsebene noch viel zu erreichen hat, sondern gleichzeitig schon ein gesetzter französischer Nationalspieler, der sich ganz nebenbei bereits Weltmeister nennen darf und das offiziell „schönste Tor“ der WM geschossen hat. Noch dazu kommt, dass Pavard bereits Bundesligaerfahrung hat. Außerdem steckt der VfB selbst gerade in der Krise, kommt vom 18. Tabellenplatz nicht weg. Einem Spieler, der mit 22 Jahren noch alles vor sich hat, kann man es kaum übel nehmen, sich in so einer Situation nach Alternativen umzuschauen – ein eventueller Gang in die zweite Liga würde wohl ein entscheidender Hemmschuh in der Karriere des Innenverteidigers sein. Darum ist der Transfer von Pavard zu den Bayern brisanter denn je; beide Seiten treibt eine gewisse Not, eine Einigung könnte bereits früher als erwartet stattfinden.

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