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Nach der tollen Eröffnungsfeier geht die #Intergastra18 weiter. Ich machte mich auf der Suche nach veganen Angeboten auf dieser #messe. Wenn man in Baden-Württemberg „ganz gscheid essen kann“, wie Ministerpräsident Kretschmann in seiner Eröffnungsrede sagte, möchte ich wissen, ob das auch für veganes Essen gilt.

Stuttgart internationale Messe: 1400 Aussteller auf 115 Tausend m2 Fläche für Gastronomie und Gästebewirtung.

Nach meiner Online-Recherche fragte ich mich, ob es möglich ist, dass auf einer der wichtigsten europäischen Fachmessen für Gastronomie, Hotellerie und Gästebewirtung, das Thema Veganismus gar keine Rolle spielt.

Bei 1400 Ausstellern, müssen sich doch einige auf Veganer spezialisiert haben.

Leider fühlt man sich als Veganer etwas ignoriert. Ich habe noch keinen Bereich gesehen, der sich an veganes Publikum richtet. Wissen die Unternehmen, dass es sie gibt? Werden sie mit Absicht ignoriert? Etwas enttäuschend, muss ich zugeben. Denn ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, dass die großen Probleme, die mit dem Konsum von tierischen Produkten verbunden sind, einfach ausgeblendet werden können. Mir ist klar, dass es sich weder um eine vegetarische noch vegane Messe handelt. Aber die Thematik ganz außerhalb zu lassen, darf doch nicht sein. Mein Fazit beruht auf meine Recherche auf Seiten, die mit der Intergastra zu tun haben. Da findet sich kein Hinweis auf vegane Hotellerie, vegane Gastronomie oder ähnliches.

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Dennoch gab es ein paar nette Überraschungen auf der Messe und das sehe ich als gutes Zeichen für die Zukunft.

Vegane Maultaschen

Wenn die Messe im Schwabenland stattfindet, muss man damit rechnen, dass Maultaschen Teil des Programms sein werden. Überraschend war eine vegane Variation zu finden. Und sie haben sogar gut geschmeckt. Diese hausgemachten Maultaschen werden von der der Manufaktur Kächele aus regionalen Zutaten und ohne chemische Zutaten gemacht. Ein weiteres Angebot für die Veganer aus Baden-Württemberg, die nicht auf die einheimischen Maultaschen verzichten wollen.

Interview mit der Cindy Volkmer aus der Gastronomie des Staatstheater Stuttgart

Blastingnews: Frau Volkmer, Sie als Geschäftsführerin der Gastronomie im #Staatstheater #Stuttgart merken sicherlich die Veränderungen der Nachfrage nach den neuen Trends. Nehmen Sie Interesse für vegane Gerichte wahr?

Cindy Volkmer: Das Thema vegane Küche hat in den letzten Jahren viel mehr an Aufmerksamkeit gewonnen. Auch wir merken diese Entwicklung in unseren Betrieben und an der Nachfrage, welche wir durch unsere Besucher und Gäste erhalten.

Daher ist ein veganges Gericht auf jedem Empfang und auch auf unserer Standard-Speisekarte bereits als Standard gesetzt. Vegane Gerichte rufen immer mehr Begeisterung hervor – auch klassische Vegetarier erfreuen sich veganer Speisen.

Blastingnews: Das freut bestimmt viele Besucher vom Staatstheater. Ist die Intergastra der Ort, wo man neue Trends erfährt? Und kommen Sie deshalb her, um sich auf die neuen Anforderung vorzubereiten?

Cindy Volkmer: Die Intergastra ist auf jeden Fall ein Pflichtbesuch für alle Mitarbeiter der Gastronomie, sowie auch der Führungsebene. Trends, sowie auch deren Entwicklung sind dort klar zu erkennen und auch zu entdecken. Besonders das Programm der Dehoga Baden-Württemberg ist für mich ein besonderes Highlight. Vielerlei Vorträge, interessante Gespräche mit Menschen, welche große erfolgreiche Unternehmen führen. Hier wird über den Fortschritt diskutiert und die Entwicklung, welche wir in der Gastronomie sehen und erkennen.

Auch sehe ich in einem Besuch der Intergastra Neues zu erfahren; Neues, was wir auch in unseren Betrieben umsetzen können, egal in welcher Hinsicht. Seien es Speisen, Getränke, Dekoration oder Anrichten von Speisen. Von jedem Intergastra Besuch habe ich bisher viele Erfahrungen mitgebracht und auch im Betrieb umsetzten können.

Blastingnews: Sehen Sie auf der Intergastra eine Entwicklung, die vegane Trends einschliessen? Inwieweit? Glauben Sie, dass die ganze Gastronomie sich auch auf vegane Kunden einstellen soll? Oder sind Sie der Meinung, dass rein vegane Restaurants dieses Publikum bedienen werden?

Cindy Volkmer: Ein rein veganes Restaurant ist für mich sehr spannend, weil es uns die Vielfalt zeigt, die uns diese Küche bietet. Ich finde aber auch, dass sich die gesamte Gastronomie auch auf vegane Küche konzentrieren darf. Zwei vegane Gerichte auf der Karte eines jeden Restaurant sollten in den heutigen Zeit als Standard gesehen werden.

Veganes Schnee Eis mit reduzierten Kalorien

Eine tolle Überraschung war den Stand des "Snow Ice" auf der Intergastra18 zu besuchen. Für Eis-Liebhaber, die auf die Figur achten, ist das eine sehr gute Alternative. Das Eis wird nämlich mit einer Mischung aus Stevia und Xylit gesüßt. Das soll für eine angenehme Süße sorgen. Und das kann ich bestätigen. Abgesehen davon ist der Fruchtanteil im Eis sehr hoch. Die Maschine, die e=mk2 benutzt, um das Eis zu pulverisieren, macht dieses Eis sehr luftig und interessant. Das Aroma entfaltet sich sehr gut in dieser Art „Schneeform“.

Noch ein paar andere Unternehmen mit veganen Angeboten fand ich auf der Messe. Wie weiteres veganes Eis und vegane Waffeln. Insgesamt war aber das Angebot für Veganer leider sehr klein.

Kessler Sekt machte den Besuch spritzig

Tolle Atmosphäre herrschte am Stand von #Kessler, Deutschlands ältester Sektkellerei. Gegründet 1826 in Esslingen am Neckar von Georg Christian von Kessler. Mit ihren Produkten ist Kessler aus der gehobenen Gastronomie der Region nicht wegzudenken. Der Jägergrün von Kessler ist sehr gut gelungen.

Nun hoffe ich sehr, dass sich auf der Intergastra 2020 die Unternehmen viel besser auf das vegane Publikum eingestellt haben. #vegan