Skandale bei H&M

Bei H&M (Hennes & Mauritz) geben sich die Skandale die Klinke in die Hand. Kaum dass ein Skandal abebbt, fegt schon der nächste Shitstorm über das schwedische international operierende Textilhandelsunternehmen aus Stockholm. Erst kürzlich geriet der Mode-Gigant weltweit wegen einer Werbung für Kapuzenpullis in Kritik. Dort posierte ein farbiger Junge mit einem grünen Pullover und der Aufschrift „Coolster Affe im Dschungel“. Viele fanden es anstößig oder gar rassistisch. Doch damit nicht genug: Aus dieser Serie gibt es einen weiteren Pullover mit der Aufschrift: „Mangroven-Urwald Survival-Expert“, der von einem weißen Model präsentiert wird.

Daraufhin verwüsteten Demonstranten in Südafrika einige Läden der Modekette.

Im allgemeinen kränkelt das Geschäft von H&M. Finanzielle Probleme und Ladenschließungen machen die Runde. Im letzten Jahr ging der Gewinn um fast 13 Prozent zurück. Der Aktienkurs ist seit März 2017 sogar um nahezu 70 Prozent abgestürzt. Das kann nicht nur alleine an den PR-Katastrophen von Hennes & Mauritz liegen. Wie viele andere Modehändler, kämpft der Moderiese mit den Mitbewerbern, die ihre Ware in Online-Shops anbieten. Die Kunden bleiben aus und Kritiken in der Öffentlichkeit sind alles andere als gesund für das Unternehmen. So sollen im laufenden Jahr 170 Filialen geschlossen werden und die Produktpalette soll komplett überarbeitet werden. Im Jahr 2017 wurden weltweit noch 171.000 Mitarbeiter in 69 Ländern beschäftigt.

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„Allah“ auf der Kindersocke

Nun stehen Kindersocken im Zentrum der Kritik. Auf den ersten Blick sehen viele Betrachter nur fröhlich arbeitende Lego-Männchen. Doch der Teufel steckt im Detail. Bei dem Lego-Männchen mit Bauarbeiterhelm, Gehörschutz und einem Presslufthammer wurde nach regulärer Comic-Manier die Bewegung des Hammers mit geschwungenen Linien dargestellt. Dreht man nun die Socke herum, kann man mit etwas Phantasie den arabischen Schriftzug für „Allah“ hineininterpretieren. Dadurch fühlten sich einige Personen provoziert.

Stellungnahme zu den Vorwürfen

Die H&M-Sprecherin nahm zu den Vorwürfen bereits Stellung und erklärte gegenüber dem schwedischen Radiosender „SVT“, dass es sich bei der Ähnlichkeit des arabischen Wortes um einen Zufall handele. Das Unternehmen habe sich dennoch dazu entschlossen, die Socken aus dem Sortiment zu nehmen. Die Meinungen der Kunden sind zwiegespalten. Während die einen die Entscheidung befürworten, finden andere den Wirbel um die Kindersocken für viel zu übertrieben.