Weinversteigerung

Am 17. Juni ist es soweit! Die letzte Charge Wein des Burgunderwinzers Henri Jayer wird im Auktionshaus Baghera Wines in Genf versteigert werden. Die Charge besteht aus 855 Standard- und 209 Magnumflaschen. Die Flaschen stammen aus Jayers persönlichen Weinkeller und sind aus den Jahren von 1970 bis 2001. Geschätzt wird, dass zum Ende der Auktion der Wein mit einem Erlös zwischen 5,7 und elf Millionen Euro den Besitzer wechselt könnte. Weine von Henri Jayer zählen mit zu den weltweit teuersten Weinen. Die Töchter von Henri Jayer haben sich zum Verkauf entschlossen, da sie den Wein nicht alleine trinken können und sie die edlen Tropfen lieber Weinliebhabern zugänglich machen wollten.

Dabei hoffen die Töchter, dass der Wein [VIDEO] nicht zur Spekulation diene, sondern soll zu Gedenken an ihren verstorbenen Vater genossen werden.

Henri Jayer

Henri Jayer wurde 1922 geboren und starb 2006. Er war ein legendärer französischer Winzer, dem viele Innovationen für die burgundische Weinherstellung zugeschrieben wurde. Er studierte Anfang der 1940er Jahre Önologie in der Universität von Dijon und ab den 1950er Jahren begann er unter seinem eigenen Label Wein zu produzieren. Bis heute sind seine Weine sehr gefragt und eine Flasche bringt es auf mehrere Tausend Euro.

Jayer war gegen den intensiven Einsatz von Chemikalien und setzte bei der Unkrautbekämpfung auf das Pflügen. Er war der Meinung, das sich die Senkung der Quantität auf die Qualität umschlägt. Sein Minimalismus in der Weinproduktion hat offensichtliche Reinheit mit einzigartigen Eigenschaften hervorgebracht.

Die teuren Weine der Welt

Gewisse Weine können nicht im Supermarkt erworben werden. Die gehen dann in Auktionshäuser zur Versteigerung [VIDEO]. So wie zum Beispiel Penfolds Grange Hermitage von 1951 von dem es nur noch 20 Flaschen gibt. Bei einer Versteigerung wurde für eine Flasche 32.000 Euro erzielt. Massandra 1775 ist ein Sherry de la Frontera und ging für 47.000 Euro über den Tisch. Eine Flasche Château Lafite 1787 wurde vom Verleger Malcom Forbes für 132.000 Euro erworben und wird als „der Essig des Milliardärs“ bezeichnet. Der Château Lafite hat es in sich. Der 1869er ist ein so seltener Jahrgang, dass dafür 195.000 Euro geboten wurden. Im Jahr 1998 wurden 2.000 Flaschen Champagner aus einem Schiff geborgen, das im Ersten Weltkrieg von der deutschen Marine versenkt wurde. Eine Flasche 1907 Heidsieck & Co Monopole Champagner `Daimant Bleu` bekam den Zuschlag bei 224.000 Euro. Auf einer Wohltätigkeitsaution in den USA wurde eine 6-Liter-Flasche Screaming Eafle Cabernet Sauvignon für 424.000 Euro versteigert.