Nach Amazon-Chef Jeff Bezos und dem Gründer des Microsoft-Konzerns Bill Gates ist Warren Buffett mit einem geschätzten Privatvermögen von 85 Milliarden Dollar der drittreichste Mensch auf der Erde. Der legendäre Börsenguru aus der US-amerikanischen Stadt Omaha hat seinen Reichtum der Entwicklung seines Investmentvehikels Berkshire Hathaway zu verdanken. Seit Jahrzehnten ist der 87-Jährige mit seinen Beteiligungen an zahlreichen Firmen wie dem Getränkeproduzenten Coca-Cola, dem Konsumgüterhersteller Procter & Gamble und der Kreditkartengesellschaft American Express erfolgreich.

Mit Beteiligungen an der Bank of New York Mellon und dem israelischen Generika-Produzenten Teva hat der Starinvestor zwei interessante Unternehmen als lukrative Anlageideen für sich entdeckt.

Beteiligung an Bank aufgestockt

Nachdem Warren Buffett bereits vor der Finanzkrise stark in Bankaktien investiert war, besteht heute nahezu die Hälfte des Aktiendepots von Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway aus Wertpapieren von Kreditinstituten. Aktuell bemerkenswert ist die Beteiligung an der Bank of New York Mellon (ISIN: US0640581007), bei der Buffett in letzter Zeit immer weiter zugekauft hat. Zwar hat sich der Aktienkurs in der Zeit von Mai 2015 bis Mai 2018 ohne große Ausbrüche nach oben oder unten im Wesentlichen seitwärts bewegt, doch hat die Bank im April 2018 recht ansehnliche Quartalszahlen geliefert und eine Dividende angekündigt. Mit einem Gewinn von 1,14 Mrd. US-Dollar im ersten Quartal 2018 wurde das von vielen Analysten erwartete Ergebnis übertroffen. Im Vorjahr erzielte die Bank lediglich einen Gewinn von 880 Mio.

US-Dollar.

Neu im Depot: Ein ­israelischer Pharmakonzern

Der israelische Pharmakonzern Teva (ISIN: IL0006290147) ist der weltweit größte Produzent von Generika. Für deutliche Einbußen sorgen bei dem Hersteller von Arzenei-Nachahmerprodukten der zwischenzeitlich abgelaufene Patentschutz. Wegen Unsicherheiten über die preisliche Entwicklung und einen allgemeinen Preisdruck in der Branche wurden Beteiligung an Generika-Unternehmen über lange Zeit von Investoren gemieden. Entsprechend reduzierte sich der Kurs der Teva-Aktie von seinem Höchststand bei über 70 US-Dollar im August 2015 auf seinen bisher niedrigsten Stand von etwa 11,40 US-Dollar im Oktober 2017. Aktuell notiert das Papier an der New Yorkter Aktienbörse bei einem Kurs von 17,83 US-Dollar (Stand: 04.05.2018). Nachdem der neue Chef von Teva, Kare Schultz, einen harten Kurs zur Restrukturierung des Unternehmens angekündigt hat, war für Buffett der richtige Zeitpunkt für eine Beteiligung gekommen.

Dauerhafte Gewinne als Value-Investor

Der Ansatz, den Buffett bei seinen Geldanlagen befolgt, ist stets der gleiche.

Als Value-Investor steckt er sein Geld in Unternehmen, die aus seiner Sicht unterbewertet sind und ein großes Entwicklungspotenzial versprechen. Es geht ihm dabei nicht um einen kurzfristig spekulativ zu erwartenden Gewinn, sondern um eine langfristige Kapitalanlage, die sich dauerhaft als gewinnbringend erweist.