Der Handelsstreit

Der US-Präsident Donald Trump hat mit seiner Wirtschaftspolitik [VIDEO] einen Handelskonflikt ausgelöst, der seit vielen Wochen zum zentralen Diskussionspunkt und Thema zwischen den USA und der Europäischen Union sowie auch China wurde. Der Stein, den Trump ins Rollen brachte, könnte ihn sogar selbst erdrücken. Noch vor dem Wochenende wird China den USA eine äquivalente Antwort auf ihre Zollmaßnahmen präsentieren wollen. Auch China wird neue Einfuhrzölle ab Donnerstag Punkt Mitternacht auf US-Güter erheben, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Es sollen Waren im Wert von etwa 34 Milliarden US-Dollar ab dem 6. Juli um Punkt 0.00 Uhr chinesischer Zeit betreffen.

Damit wird Gleiches mit Gleichem vergolten. Auch Trump hatte dieses Datum für neue Zölle von chinesischen Produkten im gleichen Umfang genannt.

Dieser Handelskrieg schlägt sich auch auf die internationale Börse nieder. An der New Yorker Wall Street wurde Verunsicherung deutlich. Der Down-Jones-Index stand nach einem feiertagsbedingten verkürzten Handelstag mit 0,5 Prozent im Minus. Auch an der asiatischen Börse macht sich der Handelsstreit bemerkbar. In Tokio gab der Nikkei um 0,3 Prozent nach.

Aktion - Reaktion

Da China und die Europäische Union im selben Boot sitzen, drängt die chinesische Regierung die EU zu einem Bündnis gegen die Handelspolitik [VIDEO] der Vereinigten Staaten. Dies wird voraussichtlich auch am 16. und 17. Juli auf dem chinesisch-europäischen Gipfel in Peking thematisiert werden.

Es wird gerade eine Spirale von Gegenmaßnahmen ausgelöst. Die EU hat schon angefangen mit Strafzöllen auf Motorräder, Erdnussbutter, Whisky und Jeans zu reagieren. Auch Japan möchte mit zusätzlichen Zöllen auf Autos nachziehen.

Beschwerden bei der WTO

In den vergangenen Monaten wurden durch die USA Importzölle auf diverse Warengruppen erhoben, die vor allem China und die EU belasten. Und das ist wahrscheinlich noch nicht das Ende an Zollerhebungen. Weitere Zölle stehen noch im Raum, wie zum Beispiel gegen die europäische Autoindustrie. Dabei wird von den Vereinigten Staaten überlegt, zusätzliche Zölle auf Autos und Ersatzteile zu erheben.

Es haben mehr als 40 Länder, darunter komplett alle 28 Länder der Europäischen Union, die Vorgehensweise der USA bei der WTO kritisiert. Es werde eine Störung des Weltmarktes gesehen. Daraufhin beklagte sich der US-Präsident bei der WTO wegen einer „schlechten Behandlung“ von Seiten der WTO. Wenn es so weitergehe, würde die USA zwar nicht aus der WTO austreten, allerdings andere Schritte gehen und „etwas unternehmen“.