Der Social-Media-Riese Facebook hat Rekordgewinne erzielt, obwohl ein Jahr voller verheerender Skandale und hochkarätiger Kündigungen zu Ende ging. Der Wert des Technologie-Titanen steigt um erstaunliche 39 Milliarden Euro, da Millionen neuer Nutzer weiterhin zu Instagram, WhatsApp und Facebook strömen.

Zuckerberg gibt sich offen

Der berühmte CEO Mark Zuckerberg gab zu, dass sein Produkt "wichtige Chancen und Herausforderungen" hat und dass es noch "viel Arbeit zu leisten hat". Als die Märkte gestern geschlossen wurden, stiegen die Facebook-Gewinne gegenüber dem Vorjahr um 61% auf 5,9 Milliarden Euro, wobei das Nutzerwachstum auf allen Kontinenten in die Höhe schoss.

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Das Unternehmen hat jetzt einen Wert von 375 Milliarden Euro - das heißt, es ist mehr wert als Snapchat, Twitter, Netflix, Nintendo und Sony zusammen!

Facebook ist ein Zahlengigant

Doch trotz der gestrigen Gewinne ist Facebook noch weit von den Höchstständen entfernt, die es im Juli letzten Jahres erreicht hat. Damals wurde der Social-Media-Gigant mit einem Mammutbetrag von 566 Milliarden Euro bewertet, nur vier Monate nachdem er vom kalamitären Cambridge Analytica-Skandal betroffen war. Das bedeutet, dass der Wert von Facebook heute um rund ein Drittel geringer ist als noch vor sechs Monaten.

Geld fürs Großreinemachen

Zuckerberg lobte gestern vor Investoren den jüngsten Schritt von Facebook, Cash für die Sicherheit auf der Website einzusetzen. Er behauptete, das Projekt habe "virale Videos reduziert" und gefälschte Accounts auf der Plattform bereinigt. "Wir hatten eine Reihe von wesentlichen Fragen, die wir angehen mussten", erklärte Zuckerberg in einem Aufruf an die Investoren, nachdem die Märkte gestern geschlossen waren. Einige dieser "gestiegenen Kosten und reduzierten Erlöse", fügte er hinzu.

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“Aber ich glaube, dass diese Investitionen das Richtige sind und unser Geschäft langfristig stärken werden." In anderen Branchen wartet man vergeblich auf solche Selbstreinigungen.

Kommt es zur Dienstefusion?

Der geekige Milliardär adressierte auch einen Bombenbericht der New York Times letzte Woche, der sagte, dass Facebook plant, die Messaging-Systeme von WhatsApp, Messenger und Instagram zusammenzuführen. Die Schockentscheidung würde bedeuten, dass alle weit verbreiteten Social-Media-Eigenschaften von Facebook zum ersten Mal integriert würden.

“Wir sind sehr zeitig im Nachdenken darüber", erklärte Zuckerberg. "Es gibt noch viel mehr, was wir herausfinden müssen, bevor wir den Plan abschließen können. Das wird ein langfristiges Projekt sein, das - in welchem Ausmaß auch immer wir es tun werden - eine 2020er Sache oder darüber hinaus sein wird."

Fazit

Die Union Deutscher Verbraucher (UDV) beobachtet, wie auch andere Verbünde, alle Social-Media-Firmen sehr genau und sieht in Facebook weiterhin den sichersten Social-Media-Dienst, allerdings unter einer zwingenden Voraussetzung: alle angebotenen Sicherheitsfeatures müssen von den Nutzer manuell aktiviert werden.

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Wer dies tut, und vor allem seine Freundesliste verbirgt, ist bei Facebook normalerweise als Erwachsener sicher unterwegs.